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Die Discotime wurde 1998 vom Kammgarn - Team ins Leben gerufen. Ursprünglich sollte es eine Disco für ältere Semester (30+) werden, da es zu dieser Zeit kein Tanz-Angbot für diese Generationen gab. Der Besucherstrom blieb jedoch mässig, und es wurde bereits diskutiert, ob die Veranstaltung wieder aus dem Programm genommen werden soll. Doch so schnell wollte die Kammgarn nicht aufgeben und entschied sich mit ein wenig mehr Aufwand (Plakatwerbung usw.) es weiterhin zu versuchen. Die Rechnung ging auf und die Kammgarnhalle füllte sich je länger je besser. Für den Erfolg der Discotimes waren jedoch nicht die zu Beginn angepeilten älteren Besucher verantwortlich, sondern die jungen. Lehrlinge, Kantischüler, KVler usw. Sie entdeckten, dass da für wenig Geld eine heisse Party in der Kammgarn lief, bei der Mann/Frau seine Freunde treffen und mit ihnen heftig feiern konnte. Für die 16 bis 18 jährigen gab es damals nicht viele Lokale in Schaffhausen: Der Jugendkeller lag zu der Zeit brach, und das Partyvolk brauchte einen Platz um sich zu treffen...
Zu Anfang kostete die Discotime Fr. 5.- , wurde dann aber zwischenzeitlich auf Fr. 10.- erhöht, da es immer viele Schäden im Haus, vor allem an den sanitären Anlagen zu verzeichnen gab. Nachdem sich die Wogen glätteten und sich die Situation beruhigt, senkte die Kammgarn den Eintrittspreis wieder auf Fr. 5.- .
Die Discotime war konzipiert als Veranstaltung mit ansprechender, tanzbarer Partymusik. Die Leute sollten eine gute Zeit verbringen und sich wohl fühlen. Agressive Musik oder zu harte Heavyklänge sollten deshalb genauso ausgeschlossen sein wie Techno- und Housemusik. Dies gilt auch heute noch. Die ersten DJs waren Dr. Roley, Manitou THön, DJ Pult und König Simon. Letztgenannter hat sich den Majestätstitel übrigens erst später zugelegt. Es gab vereinzelte DJ's, die nur einmal oder sehr selten auflegen, mit der Zeit kamen immer mehr Residents hinzu. Fest im Team dabei sind heute auch die DJs Dr.Snäggler, Strebel, Sund, Fanni und She DJ Jeff.
Ursprünglich waren die Discos ebenfalls als Terminfüller gedacht, denn die Kammgarn konnte aus finanziellen Gründen nur eine gewisse Anzahl Konzerte veranstalten und deckte die restlichen Daten mit Discotimes ab. Mit der Zeit und der Menge Besucher mauserte sich das Sorgenkind jedoch zu einem charmanten Götibueb, der schwarze Zahlen schrieb. Heute finanziert die Kammgarn einen Teil des Betriebes und der Konzerte auch über die Einnahmen der Discos.
Allerdings verliefen - vor allem im Sommer - nicht alle Discos gleich erfolgreich. Leider gab auch immer wieder Zeiten mit wenig Besuchern, die kein Geld einbrachten.
Um nicht langweilig zu werden hat die Kammgarn versucht, aus der Querbeet-Disco ein buntes Gemisch aus verschiedenen Stilrichtungen zu bekommen. Dies wurde durch die Unterschiedlichkeit der DJ's und heute auch Soundsystems erreicht. Discotimes mit den Namen 60s und 70s Perlen, Rock- Disco, Flowerpower, Reggae got Soul oder From Swing to Rock'n'Roll zeugen davon. Neu entstanden ist dabei auch die Schwesterveranstaltung "Jamaican Vibes" , bei welcher das Soundsystem Real Rock Sound oder Jamaican Roots von Bob Marley bis Sean Paul die Reggae Dancehallplaylist durch die Boxen feuert. Bei aller Flexibilität und Musikstilabwechslung war für die Kammgarn jedoch klar, dass kein Techno und kein House an den Discos laufen soll. Dies auch darum, weil früher viele Mieter diese Sparten abdeckten.
Die durchschnittliche Besucherzahl liegt heute in etwa bei 400 -500 Gästen. Im Sommer etwas weniger als im Winter. Es wird Wert darauf gelegt, dass eine Regelmässigkeit bei den Discos eingehalten wird. Wenn allerdings viele Programmpunkte anstehen, kann es auch sein, dass mal einen Monat keine Discotime stattfindet.
Die meisten Veranstalter in den Lokalen der Munotstadt lassen das Publikum erst ab 18 eintreten. Discotimes sind hingegen immer ab 16 Jahren. Schummeln gibt's nicht, denn die Kontrollen gelten als die strengsten im Schaffhauser Ausgangsleben. Es empfiehlt sich immer eine Identitätskarte für den Besuch der Discotime mitzunehmen.
Die Discotime wird auch in Zukunft bemüht sein, die Nächte durchzurocken und die Tanzbeine der Besucher ordentlich schwingen zu lassen!
See you @ Discotime!
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